Bedarfsfrage für Regionalflughafen nach wie vor strittig.

Metropolregion

SPD-Regionalverbandsfraktion beim Expertengespräch in Frankfurt.

Seit Beginn der Diskussion um eine mögliche Schließung des derzeitigen Mannheimer City-Airports im Stadtteil Neuostheim erhitzen sich die Gemüter an der Frage, ob die Notwendigkeit für einen neuen Regionalflughafen in der Metropolregion Rhein-Neckar überhaupt vorhanden ist, oder ob der Bedarf nicht über die in der Nähe bestehenden Flughäfen Frankfurt, Stuttgart oder Baden-Airport abgedeckt werden kann. Während insbesondere aus den Reihen der in der Region ansässigen Global-Player die Forderung nach einem Regionalflughafen “direkt vor der Haustür” kommt, wird aus den Reihen der lärmgeplagten Einwohnerschaft und der betroffenen Kommunen teilweise massiv der Verzicht auf einen eigenen Flughafen für die Region propagiert.


Einig ist man sich allenfalls noch darin, dass, falls überhaupt, ein Flughafen in der Region Rhein-Neckar ausschließlich das Segment “Business-Aviation” ergänzt um den Passagier-Linienflug auf europäischer Kurzstrecke abdecken soll. Jedoch schon bei der Standortfrage für einen neuen Regionalflughafen scheiden sich die Geister.


Um die weiteren Beschlüsse auf einer gesicherten Grundlage fassen zu können, hat der Verband Region Rhein-Neckar einen Betrag von 50.000,- € für ein entsprechendes Gutachten bereitgestellt; die IHK Rhein-Neckar und die IHK Pfalz beteiligen sich jeweils mit weiteren 5.000,- € an den dafür entstehenden Kosten.


Die SPD-Fraktion in der Metropolregion hat von Beginn aus erklärt, dass sie einen neuen Regionalflughafen im Rhein-Neckar-Raum für völlig überflüssig hält; eine Meinung, die von einem weit überwiegenden Teil der Kommunen und deren Bevölkerung geteilt wird.


Vor diesem Hintergrund haben SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Baaß (Viernheim) und Fraktionsgeschäftsführer Helmut Beck (Sinsheim), sowie Mannheims Bürgermeister Lothar Quast und der stellvertretende Verbandsvorsitzende Uwe Kleefoot (Weinheim) ein Gespräch bei Fraport geführt; mit von der Partei war auch Christoph Trinemeier, der leitende Planer des Regionalverbandes. Gesprächspartner in Frankfurt waren die Herren Stefan Mauel, Leiter Kapazitätsmanagement und Luftverkehrstechnologie, und Frank Cornelius, Politische Kommunikation.


Bei dem Informationsgespräch ging es den Vertretern der SPD-Fraktion in erster Linie um die Frage, ob der im Bereich der Metropolregion vorhandene Bedarf an Geschäftsreiseverkehr auch über den Flughafen Frankfurt abgewickelt werden kann oder ob dadurch dort Kapazitätsprobleme entstehen. Die Antwort von Stefan Mauel war ebenso eindeutig wie auch klar: Derzeit macht der reine Geschäftsreiseverkehr gerade einmal 1,7 % der gesamten Flugbewegungen bei Fraport aus; eine Größenordnung, die zu vernachlässigen ist. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass in Frankfurt der Geschäftsreiseverkehr aus der Region Rhein-Neckar problemlos zusätzlich mit abgewickelt werden kann.


Ebenso eindeutig war jedoch auch die Aussage von Stefan Mauel: Wir sind im Grunde an dem Segment Business-Aviation gar nicht so stark interessiert, wir haben jedoch als internationaler Flughafen eine gesetzliche Verpflichtung, den vorhandenen und eventuell auch einen zusätzlichen Bedarf zu befriedigen; auch den aus der Metropolregion Rhein-Neckar, falls diese Situation eintreten sollte.


Eine Feststellung, die in ihrer Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig lässt und die ablehnende Haltung der SPD-Fraktion in Sachen eigener Flughafen für die Region nachhaltig unterstreicht, stellte SPD-Chef Matthias Baaß abschließend fest.

 
 

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