Chaostage an Baden-Württembergs Schulen.

Landespolitik

Rosa GrünsteinDie Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein fordert die Landesregierung dazu auf den immer größer werdenden Unmut von Eltern über Mängel an den Schulen endlich ernst zu nehmen und in der Bildungspolitik unverzüglich einen verlässlichen Kurs einzuschlagen. "Anstelle der derzeitigen Unklarheit brauchen wir den echten Willen zu strukturellen Reformen und Planungssicherheit für die Schulträger", sagte Rosa Grünstein.

Beispielhaft für die bildungspolitische Orientierungslosigkeit der Landesregierung und ihren dramatischen Vertrauensverlust bei Schulträgern, Eltern, Lehrern und Schülern ist die Diskussion um das achtjährige Gymnasium (G8). "Hier kündigte Oettinger beim G8 zuerst tiefgreifende Veränderungen an und brüskiert damit den eigenen Kultusminister, dann rudert er Schritt für Schritt zurück und am Ende wissen Lehrkräfte, Eltern und Schüler nicht mehr, woran sie sind", bedauert die Landtagsabgeordnete. "Mit den Chaostagen in der baden-württembergischen Bildungspolitik muss deshalb endlich Schluss sein", so Grünstein weiter.

Nach Ansicht von Rosa Grünstein kann das 8 jährige Gymnasium nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn die Stofffülle weiter verringert wird und die Landesregierung endlich das G8 als echte Ganztagsschule mit einem pädagogischen Konzept anerkennt und hierfür die notwendigen Mittel bereitstellt.

Die SPD Landtagsfraktion fordert ein echtes Ganztagsschulkonzept, in dem sich Lernen, Erholung, Vertiefungsphasen und Bewegung abwechseln. In diesem rhythmisierten Tagesablauf können Kinder besser individuell gefördert werden. Des Weiteren hatte die SPD von Anfang an gefordert, mit der 2. Fremdsprache im G8 erst in der 6. Klasse zu beginnen. Die derzeitige Regelung erschwere die Durchlässigkeit von der Realschule auf das Gymnasium erheblich. Das Herumdoktern an Symptomen des G8 spiegelt sich in der Diskussion um verkürzte Ferienzeiten und die Wiedereinführung des Samstagsunterrichts wieder.

Alle Beteiligten hatten sich eine schnelle und substanzielle Korrektur beim G8 erhofft. Doch nun werden sie auf das Schuljahr 2009/10 vertröstet, ohne dass sich abzeichnet, mit welchen Entlastungen und zusätzlichen Ressourcen sie rechnen können. In diesem Zusammenhang verweist die SPD Abgeordnete Grünstein auf einen SPD-Antrag im Rahmen des Nachtragshaushalts 2007/08, wonach 349 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen werden sollten, um die Unterrichtsversorgung zu verbessern und den Ausbau der Ganztagsschulen voranzutreiben.

 
 

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